Warum ist die Schweiz ein geeignetes Pflaster für «Evergreen»-Fonds ?

Neue Chronik «Private Equity» von Christian Waldvogel auf Bilan.ch
September 26, 2018
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Warum ist die Schweiz ein geeignetes Pflaster für «Evergreen»-Fonds ? Neue Chronik «Private Equity» von Christian Waldvogel auf Bilan.ch

Lesen Sie ab sofort auf Bilan.ch, dem führenden Wirtschaftsmagazin der Westschweiz, den zweiten Beitrag in der Serie zu «Evergreen»-Fonds, die Expertenchronik von Christian Waldvogel, Managing Partner von Renaissance.

Er analysiert die Situation der Schweiz im Hinblick auf die «Evergreen»-Fonds und die Zukunft dieses Trends, der sich wegen der hiesigen starken KMU-Tradition als vielversprechend erweist. Sie finden seine Ausführungen unter folgendem Link:
https://www.bilan.ch/opinions/christian-waldvogel/la-suisse-se-prete-t-elle-aux-fonds-evergreen

In seinen Artikeln wird Christian Waldvogel regelmässig verschiedene Themen und Aspekte der Private Equity sowie entsprechende Trends in Bezug auf Anlagefonds behandeln.


Ist die Schweiz ein geeignetes Pflaster für «Evergreen»-Fonds?

Im ersten Artikel dieser Serie über «Evergreen»-Fonds haben wir uns mit der Definition dieser Fonds und den erforderlichen Bedingungen beschäftigt. Nun ist abzuklären, welchen Stellenwert diese Fondskategorie in der Schweiz besitzt und ob sie sich für unser Land eignet.

 

Die Schweiz als besonders fruchtbarer Boden für «Evergreen»-Fonds

Es hat sich gezeigt, dass die Schweiz geradezu auf ein «Evergreen»-Anlagevehikel in der Private Equity gewartet hat. Die Wirtschaftskraft unseres Landes beruht bekanntlich sowohl im Bereich der Produktion als auch bei Dienstleistungen auf einer starken KMU-Tradition. Zahlreiche erfolgreiche Schweizer KMU suchen nach langfristigen Partnern, um ihren Geschäftsbereich zu entwickeln oder die Nachfolge zu planen, wenn ein oder mehrere Eigentümer zurücktreten. Die kurzfristige Profitmaximierung, die der klassischen Private Equity eigen ist, entspricht heute weder den Bedürfnissen vieler Unternehmer noch jenen der Vorsorgeeinrichtungen, die ebenfalls langfristig ausgerichtet sind.

  

Eine vielversprechende Zukunft

Zurzeit haben erst zwei Anlagestiftungen eine «Evergreen»-Anlagegruppe im Private-Equity-Bereich ins Leben gerufen: die Anlagestiftung der Credit Suisse mit einer Anlagegruppe für die Finanzierung von Energieinfrastrukturen in der Schweiz und die Anlagestiftung Renaissance mit einer offenen Anlagegruppe namens «Renaissance Evergreen».

«Renaissance Evergreen» finanziert ausschliesslich nicht kotierte schweizerische KMU im Rahmen von Familiennachfolgen und brancheninternen Übernahmen. Der Fonds verpflichtet sich, den Anlegern eine sich aus den Erträgen der KMU ergebende jährliche Dividende auszuschütten, wobei die Beteiligungsgesellschaften der Anlagegruppe ohne zeitliche Beschränkung angehören. Somit bietet «Renaissance Evergreen» durch den Einschluss nicht kotierter schweizerischer KMU den Pensionskassen eine zusätzliche Diversifikation ihrer Asset Allocation. Diese Unternehmen werden zu Bewertungsmultiplen gekauft, die deutlich unter den Multiplen liegen, wie sie für kotierte Schweizer Aktien gelten.

Der Erfolg der beiden «Evergreen»-Anlagegruppen der Anlagestiftungen von Credit Suisse und von Renaissance beruht darauf, dass sie zwei für die Schweiz eminent wichtige Erwartungen gleichzeitig erfüllen: langfristige Beiträge zur Rendite der Pensionskassen und Sicherung des Bestands von schweizerischen Energieinfrastrukturen bzw. KMU. Darüber hinaus identifizieren sich die Pensionskassen sehr stark mit diesen Anlagegruppen, die direkt in Unternehmen mit Sitz in der Schweiz investieren.

Wir sind überzeugt, dass sich dieser neue Trend mit der Zeit noch ausweiten wird. In diesem Kontext möchten wir hervorheben, dass sich andere Anlagestiftungen, wie die Anlagestiftung IST, in anderen alternativen Anlagekategorien, beispielsweise in der Finanzierung von Infrastrukturen, ebenfalls für Anlagegruppen des Typs «Evergreen» entschieden haben.


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